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Prima Klima

Heizen und Kühlen mit Erdwärme

Ein Kerngebäude aus Beton umgeben von einer gläsernen Hülle. Als lichter Ort mit klarer Formensprache präsentiert sich das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg an der Saale. Die wenigen sichtbaren Materialien beschränken sich auf grau-grünen Schiefer für die Böden, weißen Putz an den Wänden, gekalktes Holz für die Rahmen und Glas als transparente Haut. Dem Gedanken „Nichts ist sichtbar“ folgend, nimmt sich die Architektur auf diese Weise zugunsten der Ausstellungsstücke und ihrer Betrachter zurück. Ebenso unsichtbar wird das Gebäude trotz seines offenen Charakters angenehm temperiert. Strahlungsflächen an Decken, Fußböden und Wänden verbreiten im Winter eine wohlige Wärme, im Sommer dienen sie der Kühlung. Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt über sechs Erdsonden, die mit einer kombinierten Wärmepumpe/Kältemaschine verbunden sind. Während dem Untergrund im Winter Wärme entzogen wird, kann im Sommer über die Sonden Überschusswärme aus dem Gebäude ins Erdreich abgeführt und dort sogar gespeichert werden.




Fotos: Andrea Kroth


Projektportrait


Objekt

Ausstellungs- und Kongresszentrum, Archiv

Baujahr

2008-2010

Architekten

B-AP Brück Architekten und Projektsteuerer

Heiztechnologie

Wärmepumpe/Kältemaschine, Erdwärmesonde

Bohrungen

6 Bohrungen/145 m Tiefe

Grundriss


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