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Zauberwürfel

Der Zukunft ein Zuhause geben

Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Das Einfamilien­haus wird den Bedürfnissen seiner Bewohner, einer sechsköpfigen Familie, nicht nur zum heutigen Zeitpunkt rundum gerecht. Es soll auch mit ihnen und den sich verändernden Ansprüchen wachsen und flexibel nutzbar sein. Diese Strukturiertheit spiegelt sich sowohl in der dreibündigen Architektur und einer sorgfältig geplanten Raumaufteilung wider als auch in den verwendeten Materialien, die in reduzierter Klarheit Form und Funktion in Beziehung setzen. Beton, Holz und Glas prägen im Wesentlichen das Erscheinungsbild. Der Sichtbeton bildet die tragende Struktur. Er symbolisiert Schutz und Stärke. Die Holzlamellen begrenzen die Raumzonen. Sie vermitteln Wärme und Geborgenheit. Die Glasfassaden und -türen öffnen die Räume für Licht und Durchblicke. In den Sanitärbereichen symbolisieren sie Reinheit und Klarheit. Wärme wird über eine flächendeckende Fußbodenheizung abgestrahlt, die ihre Energie von einer erdgekoppelten Wärmepumpe bezieht. Das Gebäude ist komplett mit interaktiver Regeltechnik ausgestattet. Wesentliche Funktionen wie die natürliche Entlüftung, die Steuerung der Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen oder die Überwachung von Türen und Fenstern können über ein digitales Steuerpaneel oder auch extern per Mobiltelefon kontrolliert werden. Ein Haus, das nicht nur mitwächst, sondern auch mitdenkt.

Drei Kuben schmiegen sich in abfallendes Gelände. Der „Kokon“, ein scheinbar schwebender eingeschossiger Baukörper, umfasst schützend die privaten Räumlichkeiten mit Rückzugsmöglichkeiten für Eltern und ­Kinder­­. Die dahinter liegende Wirtschafts­zone erscheint als „Brücke“, die Gebäude und Landschaft miteinander verbindet. Hier sind um den zentralen Treppenkern alle notwendigen Servicefunktionen angesiedelt. Ein zwei­geschossiger Baukörper schließt daran an, der in einem Mäander die tiefer liegende Geländeebene mit dem darüber befindlichen Wohnbereich verwebt. Dieser Teil des Hauses ist offen für Besucher. Gästen kann temporär ein eigener Bereich überlassen werden. Hier befindet sich auch ein separat zu betretendes Büro. Bei Bedarf kann im unteren Teil eine eben­erdige Einliegerwohnung entstehen, in der die Großeltern im fortgeschrittenen Alter wohnen können.

Eine flächendeckende Fußbodenheizung, gespeist über die Wärmepumpe, sorgt im Winter für behagliche Wärme und kann im Sommer auch zum Kühlen eingesetzt werden.




Fotos: Victor S. Brigola; Kai Loges; Friedemann Rieker


Projektportrait


Objekt

Einfamilienhaus/Nagold

Wohnfläche

378,28 m2

Architekt

Architektur I Hansulrich Benz, www.hansulrichbenz.de

Heiztechnologie

Wärmepumpe/Erdwärmesonden

Bohrungen

2 Bohrungen/100 m Tiefe

Grundriss


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